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Guide 042, ChatGPT und Claude sicher öffnen, ohne in eine gekaufte Falle zu geraten

Der erste Trefferkann eine Falle sein.

Betrüger kaufen Anzeigen auf die Suche nach ChatGPT. In fünf Minuten öffnest du ChatGPT und Claude nur noch über die echten Adressen.

  • 5 Minuten
  • Rechner und Handy
  • Kostenlos

Am Handy öffnest du ChatGPT und Claude über die offizielle App.

So geht’s, in 3 Schritten

  1. 1AdressenEchte Seiten als Lesezeichen speichern.
  2. 2BefehleDie Befehls-Falle erkennen.
  3. 3PasswörterDen Passwortmanager als Wächter nutzen.

Gut zu wissen

Wo

Am Rechner in deinem gewohnten Browser, am Handy über die offiziellen Apps.

Konto und Plan

Für Schritt 1 und 2 nichts. Für Schritt 3 einen Passwortmanager, auch der im Browser eingebaute zählt.

Welcher Weg

  • Richtig:Lesezeichen
  • Richtig:Offizielle App
  • Nicht nutzen:Google-Suche

Die gekauften Anzeigen erscheinen genau bei der Suche.

1

Echte Adressen speichern

Öffne beide Seiten über diese Knöpfe und drück dort Strg+D, am Mac Cmd+D.

Am Handy holst du dir die offiziellen Apps:

Du siehst jetzt beide als Lesezeichen oder App. Ab sofort klickst du dort statt zu googeln.

2

Die Befehls-Falle erkennen

Bei ChatGPT endet die Masche auf einer falschen Prüfseite: Du sollst etwas kopieren und ausführen, etwa nach Win+R.

Die Regel: Kein Befehl, den dir eine fremde Seite vorgibt, auch wenn sie wie eine Prüfung aussieht.

Hast du so etwas schon einmal gemacht?

GutBleib dabei.

Echte Seiten von ChatGPT und Claude verlangen so etwas nicht. Im Zweifel schließt du das Fenster.

HandelnJetzt, nicht später.

Mein Rat: Trenn den Rechner vom Internet und lass ihn von jemandem prüfen, der sich auskennt. Ändere deine Passwörter von einem anderen Gerät aus, auf den echten Seiten, und melde dich dort überall ab.

3

Den Passwortmanager fragen

Meldest du dich mit Passwort an, etwa bei ChatGPT oder per Google: Lass deinen Passwortmanager ausfüllen. Bietet er nichts an, tipp nichts ein und schließ das Fenster.

Claude hat kein eigenes Passwort. Per E-Mail-Link gibt es dort nichts auszufüllen.

Du siehst jetzt auf der echten Anmeldung dein gespeichertes Passwort angeboten.

Fertig

Deine Checkliste

Kennst du jemanden, der ChatGPT über Google öffnet? Schick ihm den Guide.

  • ChatGPT und Claude nur per App oder mit geprüfter Adresszeile

  • Nie einen Befehl ausführen, den eine fremde Seite vorgibt

  • Den Passwortmanager die Anmeldung ausfüllen lassen

Wenn etwas hakt

Hilfe, wenn es hakt

Ich habe schon geklickt oder etwas eingegeben

Hast du ein Passwort eingetippt, etwa das deines Google-Kontos: Ändere es auf der echten Seite, melde dich von allen anderen Sitzungen ab und prüf verbundene Apps und unbekannte Geräte. Hast du einen Befehl ausgeführt, mein Rat: Rechner sofort vom Internet trennen, von jemandem prüfen lassen, der sich auskennt, und Passwörter von einem anderen Gerät ändern.

Wie läuft die Masche ab?

Die Sicherheitsfirma Island beschreibt gekaufte Anzeigen auf Suchen wie „chatgpt“. Sie führten zu einem von Angreifern gebauten Chat auf chatgpt.com, von dort auf eine falsche Prüfseite, die zum Einfügen eines Befehls aufforderte. Das Muster passt zu einem Fernwartungsprogramm, mit dem Fremde den Rechner steuern.

Und die Claude-Gewinnspiele?

Malwarebytes fand ein gefälschtes Gewinnspiel für Gratis-Monate Claude Max. Es zeigt ein nachgebautes Google-Anmeldefenster, samt falscher Adresszeile. Dein Passwortmanager sollte dort nichts anbieten, er prüft die echte Adresse. Deshalb Schritt 3.

Quellen und StandBelege

Die Masche stammt aus Berichten von zwei Sicherheitsfirmen, die Adressen aus den App-Stores der Hersteller.

A · Sicherheitsberichte und Herstellerseiten

Island · How Attackers Use Sponsored Search & Custom GPT’s in Malware Delivery

  • „Attackers abused users’ trust in sponsored search and ChatGPT by purchasing ads“
  • „consistent with NetSupport RAT delivery“

Belegt die gekauften Anzeigen, den Weg über einen Chat auf chatgpt.com und das Fernwartungsprogramm. Abgerufen am 12.10.2026.

island.io/blog/how-attackers-use-sponsored-search-custom-gpts-in-malware-delivery

Malwarebytes · Gefälschtes Claude-Max-Gewinnspiel (deutsche, laut Malwarebytes maschinell übersetzte Fassung)

  • „kostenlosen einmonatigen Abonnements für Claude Max“
  • „Überlassen Sie die Entscheidung Ihrem Passwortmanager“

Belegt das gefälschte Gewinnspiel, den nachgebauten Google-Login und den Rat zum Passwortmanager, Passwortwechsel und Abmelden. Abgerufen am 12.10.2026.

malwarebytes.com/?p=466654

Apple App Store und Google Play · Offizielle Apps

  • „OpenAI OpCo, LLC“
  • „Anthropic PBC“

Anbieter der Apps laut Store-Seite. Abgerufen am 12.10.2026.

App Store ChatGPT · App Store Claude · Google Play ChatGPT · Google Play Claude

Anthropic · Hilfe zur Anmeldung bei Claude

  • „It's not possible to create a dedicated password for your Claude account at this time“

Belegt, dass Claude nur über Google oder einen E-Mail-Link anmeldet. Abgerufen am 12.10.2026.

support.claude.com/en/articles/13189465

B · Was hier bewusst nicht steht

Zahlen zu Opfern und eine Reaktion von Google

Dafür gibt es keinen belastbaren Beleg. Ebenso wenig gilt, dass jeder gesponserte Treffer Betrug ist: Gemeint ist eine Masche, die Island von Mai bis August 2026 bei diesen Suchen beobachtet hat.

C · Stand und eigener Test

Adressen geprüft am 12.10.2026

Alle Store-Links öffnen die App des richtigen Anbieters. Den Passwortmanager auf einer gefälschten Seite haben wir nicht selbst getestet, die Angabe stützt sich auf Malwarebytes. Rechner vom Netz trennen und prüfen lassen ist mein Rat, keine Quellenaussage.